Mit Bildung für nachhaltige Entwicklung in eine nachhaltige akademische Zukunft? Die Notwendigkeit einer differenzierten Betrachtung der Integration von BNE an Hochschulen
DOI:
https://doi.org/10.55310/jfhead.76Schlagworte:
BNE, Chancen, Hochschulkontext, Risiken, ReflexionAbstract
Trotz der gesetzlichen Verankerung der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) im Sächsischen Hochschulgesetz ist BNE an vielen Hochschulen bisher nur unzureichend umgesetzt. Gründe hierfür sind unter anderem institutionelle Trägheit, Zeit- und Ressourcenmangel, unklare Bewertungssysteme sowie soziale und kulturelle Widerstände. Zugleich bietet BNE großes Potenzial - sie fördert Schlüsselkompetenzen wie Systemdenken, Zukunftsorientierung und Problemlösefähigkeit, stärkt interdisziplinäre Zusammenarbeit und erhöht die Sichtbarkeit von Nachhaltigkeit in Forschung, Lehre und Hochschulkultur. Die erfolgreiche Implementierung von BNE erfordert strukturelle Veränderungen, didaktische Weiterentwicklungen, gezielte Governance-Strategien und Anreizsysteme für Lehrende und Studierende. Ein besonderer Fokus liegt auf der Bewältigung von Zielkonflikten und der Notwendigkeit, BNE nicht als symbolische Maßnahme, sondern als substanzielle Transformation zu begreifen. Der Beitrag plädiert für eine differenzierte, langfristig angelegte Integration von BNE, die sich an hochschulspezifischen Rahmenbedingungen orientiert und aktiv zur Gestaltung einer nachhaltigen akademischen Zukunft beiträgt.
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