Mit Bildung für nachhaltige Entwicklung in eine nachhaltige akademische Zukunft? Die Notwendigkeit einer differenzierten Betrachtung der Integration von BNE an Hochschulen

Autor/innen

  • Marlen Gabriele Arnold TU Chemnitz, Fakultät für Wirtschaftswissenschaften, BWL – Betriebliche Umweltökonomie und Nachhaltigkeit
  • Angela Thränhardt TU Chemnitz, Fakultät für Naturwissenschaften, Theoretische Physik – Simulation neuer Materialien

DOI:

https://doi.org/10.55310/jfhead.76

Schlagworte:

BNE, Chancen, Hochschulkontext, Risiken, Reflexion

Abstract

Trotz der gesetzlichen Verankerung der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) im Sächsischen Hochschulgesetz ist BNE an vielen Hochschulen bisher nur unzureichend umgesetzt. Gründe hierfür sind unter anderem institutionelle Trägheit, Zeit- und Ressourcenmangel, unklare Bewertungssysteme sowie soziale und kulturelle Widerstände. Zugleich bietet BNE großes Potenzial - sie fördert Schlüsselkompetenzen wie Systemdenken, Zukunftsorientierung und Problemlösefähigkeit, stärkt interdisziplinäre Zusammenarbeit und erhöht die Sichtbarkeit von Nachhaltigkeit in Forschung, Lehre und Hochschulkultur. Die erfolgreiche Implementierung von BNE erfordert strukturelle Veränderungen, didaktische Weiterentwicklungen, gezielte Governance-Strategien und Anreizsysteme für Lehrende und Studierende. Ein besonderer Fokus liegt auf der Bewältigung von Zielkonflikten und der Notwendigkeit, BNE nicht als symbolische Maßnahme, sondern als substanzielle Transformation zu begreifen. Der Beitrag plädiert für eine differenzierte, langfristig angelegte Integration von BNE, die sich an hochschulspezifischen Rahmenbedingungen orientiert und aktiv zur Gestaltung einer nachhaltigen akademischen Zukunft beiträgt.

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Veröffentlicht

2025-11-28

Ausgabe

Rubrik

Perspektiven